Investoren stellen Stadtrat angepasstes DRIO-Konzept vor

15.05.2019

Wie Anfang April bei der Präsentation vor dem Ältestenrat angekündigt, haben die Investoren HOFF und Partner und LIST Develop Commercial die Pläne für das angepasste DRIO-Konzept in intensiver Zusammenarbeit mit der Stadt weiter ausgearbeitet, um sie dem Stadtrat am 15.05.2019 in der öffentlichen Sitzung vorzustellen.

Grund für die notwendige Anpassung des bisherigen Konzeptes ist der Umbruch im Handel, wie Anfang April bereits ausführlicher erläutert. Dadurch ist eine Realisation mit dem ursprünglich beabsichtigten Umfang an Handelsflächen nicht mehr durchführbar. „In dem angepassten Konzept haben wir uns eng an die Ausgangsvariante gehalten“, erklären Ingo Hoff, Geschäftsführer von HOFF und Partner und Michael Garstka, Geschäftsführer von LIST Develop Commercial. „Wir haben nach dem gleichen Grundgedanken geplant, aber die Aufteilung der Flächen für die verschiedenen Nutzungen angepasst. Mit  ca. 3.600 m² Fläche sind Handel und Gastronomie im DRIO weiterhin eine tragende Säule.“

Leicht geändertes städtebauliches Konzept

Im Ergebnis soll der Entwurf in einem leicht geänderten städtebaulichen Konzept realisiert werden.

DRIO 1 als größtes Element wird in zwei Baukörper unterteilt, die beide gleichzeitig realisiert werden sollen. Die zwischenzeitliche Planung mit zwei Bauabschnitten wurde im Rahmen der Verhandlungen mit der Stadt – nach dem Termin mit dem Ältestenrat – wieder verworfen, zumal die aktuelle Nachfrage die gleichzeitige Errichtung zulässt. Es bleibt bei dem von Beginn an geplanten Nutzungsmix aus Handels- und Dienstleistungsflächen sowie Wohnen, mit verschobenen Anteilen.

DRIO 2 bleibt wie in der bisherigen Planung bestehen: Ein Geschäftshaus für Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungen.

Das DRIO 3 auf dem Kurt-Schumacher-Platz soll auf Wunsch der Stadt in kommunaler Hand bleiben. Durch die geänderte Eigentumssituation entsteht bei der Sanierung der darunterliegenden Tiefgarage großes Einsparpotential, da die kostentreibende bauliche Trennung, die bei der Realisierung des Wettbewerbsergebnisses erforderlich wäre, entfällt. Im aktuellen Konzept sind nach wie vor öffentliche Flächen wie z. B.  Flächen für das Stadtmarketing vorgesehen. Der finale Nutzungsmix wird noch mit der Stadt zusammen erarbeitet. Der Grundgedanke des architektonischen Entwurfes bleibt in der weiteren Planung erhalten.

„Wir möchten ein nachhaltiges Stadtquartier realisieren, das nicht in absehbarer Zeit wieder leer steht. Deshalb schließen wir keine kurzzeitigen Mietverträge, sondern solche, die den Standort langfristig beleben“, ergänzen Hoff und Garstka. Parallel werden die Gespräche mit weiteren Interessenten für Handels- und Dienstleistungsflächen geführt.

„Dass die Bürger gerne die Namen der Mieter wissen möchten, ist uns bewusst. Leider sind uns hier aufgrund der noch laufenden Prozesse die Hände gebunden. Im Interesse der Gesamtentwicklung müssen sich die Gronauer noch etwas gedulden, wofür wir um Verständnis bitten,“ so Sebastian Grochowiak von LIST Develop Commercial. Aus langjähriger Erfahrung wisse man, dass Projektentwicklungen dieser Art durchaus länger dauern und die Geduld insbesondere der Außenstehenden strapazieren.

Wie es weitergeht

Vom Zeitplan ist nun die Politik gefordert: Das von der Verwaltung und den Investoren entwickelte Szenario ist zu prüfen. Es ist geplant, die den neuen Rahmenbedingungen angepassten Eckpunkte des Grundstückkaufvertrags dem Haupt- und Finanzausschuss am 12.06. und anschließend dem Rat am 26.06.19 zur Entscheidung vorzulegen.

Es gibt also für alle Beteiligten noch einiges zu tun – von der Schaffung des angepassten Baurechts über den Bauantrag bis hin zur Baugenehmigung – bis die Bagger für den DRIO-Hochbau ab 2020 rollen können.

„Mit dem DRIO-Projekt wird ein bedeutender Puzzlestein für die Entwicklung im Gronauer Zentrum gesetzt“, sind sich Bürgermeister Rainer Doetkotte und Stadtbaurat Ralf Groß-Holtick sicher. Neben der Umsetzung der Freiflächenplanung ab Frühjahr 2020, der Quartiersentwicklung an der Bahnhofstraße und den privaten Investitionen wird dem Rat der Stadt Gronau mit dem geänderten DRIO-Konzept ein städtebaulich gelungener Entwurf vorgelegt. „Damit wollen wir Impulsgeber für die anstehenden Veränderungen in der Innenstadt sein“, sind sich Doetkotte und Groß-Holtick einig. Der vorgestellte Entwurf ist jetzt Grundlage für die weitere Beratung in den Ratsfraktionen, um Ende Juni die abschließenden politischen Beschlüsse fassen zu können.

>> Präsentation DRIO angepasstes Konzept Stadtrat 15.05.2019

>> Präsentation der Stadt Gronau Konzeptentwicklung Innenstadt 15.05.2019

v.l.n.r.: Stadtbaurat Ralf Groß-Holtick, Sebastian Grochowiak (LIST Develop Commercial), Katrin Berger und Ingo Hoff (beide HOFF und Partner), Bürgermeister Rainer Doetkotte. Bild: Stadt Gronau / Raimund Weber.

 

oben: Blick von der Konrad-Adenauer-Straße auf die geteilte Lösung vom DRIO 1 und die Stirnseite von DRIO 2.

 

oben: Blick vom Kurt-Schumacher-Platz Richtung Marktweg auf Stirnseite DRIO 2 und die geteilte Lösung von DRIO 1

 

Lageplan Stand Mai 2019

 

 

 

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