Glossar

Nicht jeder ist mit den unterschiedlichen Begriffen vertraut, die im Rahmen einer
Projektentwicklung wie dem DRIO benutzt werden.
Wir bieten hier gerne eine kleine Erklärungshilfe an.

Projektentwicklung

Zu Beginn der Projektentwicklung gilt es, die passende Konzept-Idee für den Standort zu entwickeln: Welche Nutzung ist an diesem Standort die beste? Mit welcher Architektur lässt sie sich bei den vorhandenen Rahmenbedingungen wirtschaftlich tragbar realisieren?

weiterlesen

Im nächsten Schritt muss das große Puzzle aus den rechtlichen und technischen Komponenten gemeinsam mit dem Nutzungskonzept und der Gestaltung vor dem Hintergrund einer wirtschaftlichen Realisierbarkeit zusammen gesetzt werden. Eine Vielzahl der Projektbeteiligten von Behörde, Versorgungsunternehmen, Projektteams aus unterschiedlichsten Fachrichtungen müssen so koordiniert und organisiert werden, dass innerhalb von ca. 2 Jahren die Baureife möglich ist und Nutzer gefunden werden.

Damit das Projekt tatsächlich realisiert werden kann, muss man den neuen Nutzern bereits in der Planungsphase das Konzept so begreifbar machen, dass sie uns als Investor und Projektentwickler ihr Vertrauen geben und sich für die Anmietung im DRIO entscheiden. Wichtig dabei ist, Mietflächen zu einem attraktiven Mietzins für hochwertige Neubauten mit niedrigen Nebenkosten anbieten zu können. Wenn alle Faktoren zusammenspielen, kann das neue Quartier entstehen, in dem man gerne erleben, wohnen und einkaufen möchte.

Bieterverfahren

Ein mehrstufiges strukturiertes Bieterverfahren ist ein übliches Vorgehen, um im Rahmen einer städtischen Ausschreibung den bestmöglichen Partner für die qualitätsvolle Umsetzung eines städtebaulichen Projektes auszuwählen.

weiterlesen

Für das DRIO waren neben der wirtschaftlichen und technischen Eignung der Bewerber folgende Hauptkriterien bei der Konzeptbewertung entscheidend:

  • Städtebau/Freiraum/Verkehr
  • Architektur
  • Nutzungskonzept
  • Wirtschaftlichkeit

Bauleitverfahren, Bebauungsplan (B-Plan)

Grundsätzlich regelt ein Bebauungsplan, was Sie wo bauen dürfen, und legt die Art und Weise
der möglichen Bebauung von Grundstücken und die Nutzung
von Bebauung frei zu haltenden Flächen fest.

weiterlesen

Erstellt wird der B-Plan von der jeweiligen Gemeinde. Bebauungspläne sind Satzungen und damit örtliche Gesetze, an die Bauherren sich halten müssen. Beim DRIO wird auf Grundlage des ausgearbeiteten HOFF-Entwurfs ein neuer Bebauungsplan im Rahmen eines Bauleitverfahrens aufgestellt. Aufgrund der umfangreichen Beteiligungen von Bürgern und öffentlichen Stellen sowie hohem Beratungsbedarf in Verwaltung und Politik, ist dieses demokratische Verfahren zeitaufwendig und nimmt in der Regel 12-18 Monate in Anspruch. Erst  am Ende eines Bauleitverfahrens kann ein Bauantrag geprüft und genehmigt werden.

Vorvermietung

Bevor ein Investor mit der Realisierung eines Bauvorhabens startet, muss i.d.R ein gewisser Prozentsatz der Flächen vermietet sein.

weiterlesen

Beim DRIO gilt die Vorvermietung als gesichert, sobald Nutzer für den überwiegenden Teil der Handelsflächen verbindlich feststehen. Jetzt können die Dienstleistungsflächen und anschließend die Wohnungen vermarktet werden.

Bauantrag

Für ein Bauvorhaben in der Größe des DRIO muss vor Baubeginn ein Bauantrag gestellt werden. Darin wird dargestellt und beschrieben,
wie das Gebäude gestalterisch und im baurechtlichen Sinne aussehen wird.

weiterlesen

Muss wie beim DRIO ein Bebauungsplan zunächst aufgestellt werden, müssen bis zur Bauantragsstellung bereits wesentliche Aspekte des neuen Bebauungsplanes festliegen. Beim DRIO wird der Bauantrag aus wirtschaftlichen Gründen erst gestellt, sobald die Vorvermietung gesichert ist.

Baugenehmigung

Bauvorhaben müssen im Einklang mit den Festsetzungen des Bebauungsplanes stehen.

weiterlesen

Dafür wird der eingereichte Bauantrag auf Übereinstimmung mit dem Bebauungsplan und allen öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften geprüft. Beim DRIO kann die Baugenehmigung erst erteilt werden, wenn der Bebauungsplan rechtskräftig ist.

Bürgerbeteiligung, Öffentlichkeitsbeteiligung

Mittels einer Bürgerbeteiligung (auch Öffentlichkeitsbeteiligung genannt) wird die Bürgerschaft an politischen Entscheidungen beteiligt. Dabei kann diese nicht nur bei Wahlen von politischen Vertretern, sondern auch bei sonstigen Entscheidungen und Planungen der Kommunalpolitik zum Einsatz kommen.

weiterlesen

Es werden grundsätzlich zwei Arten von Beteiligungsverfahren unterschieden: Einerseits die gesetzlich vorgeschriebenen oder formellen Beteiligungsverfahren (auch verfasste Beteiligung genannt) und andererseits die freiwillige Bürgerbeteiligung (auch informelle Beteiligung) durch Kommunen.

Für das DRIO hat die Stadt Gronau zur Bürgerinformation am 13. Juli 2017 in die Bürgerhalle eingeladen. Dies war zugleich den Auftakt für die sogenannte frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. In den vier Wochen (vom 14. Juli bis 14. August 2017) besteht für die Bürger die Möglichkeit, die Pläne einzusehen sowie Anmerkungen,  Kritik und Wünsche zu äußern. Mehr dazu unter Aktuelles.